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Die Entstehungsgeschichte des Vereins für den Erhalt der Schönbergwiesen


Bereits 1989 hatten engagierte Bürger aus Freiburg St.Georgen die Idee, die Schönberghänge mit ihrer einmaligen Flora und Fauna unter besonderen Schutz zu stellen. Dies war die Geburtsstunde der Bürgerinitiative für den Erhalt der Schönbergwiesen.

Vor der Bauausschusssitzung des Freiburger Gemeinderates im Juli 1990 gelang es der Bürgerinitiative die geplante Bebauung und somit die Zerstörung einer für Freiburg wichtigen Kulturlandschaft hinzuweisen.

Die Bürgerinitiative organisierte eine Unterschriftenaktion und ermöglichte damit vielen Bürgern Ihre Ablehnung der geplanten Bebauung zu dokumentieren.

Am 14.November 1989 fand eine große Informationsveranstaltung im Theatersaal des Augustinums mit Mitarbeitern des Stadtplanungsamtes statt. Den Mitarbeitern des Amtes wurde an diesem Abend bald klar, dass die Bebauung dieses Gebietes von Bürgern abgelehnt wird. Auch Herr von Ungern-Sternberg, damals Baubürgermeister der Stadt Freiburg zeigte während einer Unterredung im Stadtplanungsamt  Sympathie und Verständnis für das Engagement der Bürger.

Eine Bebauung dieses Naturreservates mit irreparablen Schäden konnte nicht zuletzt aufgrund der Aktivitäten der Bürgerinitiative verhindert werden.

Vor seiner Wahl am 22.März 2002 versprach der amtierende Oberbürgermeister Dr. Salomon, dass die Hänge tabu seien, also nicht bebaut würden. Die Bürgerinitiative hat dennoch die Entwicklung der Diskussion um die Schönbergwiesen aufmerksam beobachtet.

Bei der ersten Veranstaltung der PRISE zum neuen Flächennutzungsplan am 11.Januar 2005  im Augustinum wurde der Bürgerinitiative schnell klar, dass sie erneut handeln muss. Das Versprechen des Oberbürgermeisters war vergessen. Jetzt nach der Wahl setzte er sich für eine Bebauung ein. Der Schutz seltener Pflanzen und Tiere, die Erhaltung von Biotopen und die Nutzung als Naherholungsgebiet wurden wieder in Frage gestellt.
Unbeachtet blieb auch die EU- Richtlinie zum Schutz von Vogelarten.

Als erster Schritt wurden die Bürger Freiburgs, speziell die St.Georgens und des Vaubans  von der Bürgerinitiative auf die neue Entwicklung im Rahmen des Flächennutzungsplanes aufmerksam gemacht. Danach sammelte die Bürgerinitiative mehr als 5.000 Unterschriften für den Erhalt und gegen eine Bebauung der Schönbergwiesen. Unterstützung bekam die Bürgerinitiative vom Naturschutzbund Freiburg, der die Schönbergwiesen als einziges Gebiet im neuen Flächennutzungsplan als schützenswert einstufte.

Die mit städtischen Mitteln geförderte und gesetzlich vorgeschriebene Bürgerbeteiligung wurde in Form von Arbeitsgemeinschaften der PRISE ermöglicht. Deren Votum war gegen eine weitere Bebauung.

Dennoch wurde mit den Stimmen der CDU und der Grünen der neue Flächennutzungsplan mit der Realisierung einer weiteren Bebauung der Schönbergwiesen vom Gemeinderat beschlossen. SPD und Unabhängige Liste stimmten gegen eine Bebauung.

Am 07.September 2006 wurde der „Verein für den Erhalt der Schönbergwiesen“ als gemeinnütziger Verein in das Vereinsregister eingetragen.